Eine etwas andere Turnstunde - Schlauchbootfahrt vom 28.Aug. 2001

Am Dienstag 28. Aug. 2001 machte sich um 19.00 Uhr eine muntere Turnerschar von 9 Personen mit 3 Schlauchbooten auf Richtung Sursee.

Sursee darum, weil wir zu diesem Zeitpunkt in unserer Unbekümmertheit noch der vollen Überzeugung waren, von dort mit den Booten auf der Suhre in nützlicher Frist nach Staffelbach zu gelangen.

Dass bereits das Einsteigen in ein Schlauchboot nicht ganz ohne ist, merkte Dani Gloor spätestens dann, als er mit einem Hosenbein schon ziemlich tief im Wasser stand.

Das war genau die erste von zwei Stellen an diesem Abend, wo die Suhre einigermassen tief war. Ansonsten nämlich war der Wasserstand der Suhre sehr bescheiden, was nach lang-andauernder Hitzeperiode eigentlich niemanden hätte überraschen sollen.

So erstaunt es auch nicht, dass wir nur mit sehr, sehr gemächlichem Tempo vorwärts kamen. Und dies auch nur darum, weil wir uns auf diesem fast stehendem Gewässer mächtig ins Zeug legen mussten mit Rudern.

Stichwort Rudern: Es stellte sich heraus, dass auch dies gelernt sein will. So tat sich v.a. ein Schlauchboot mit 4-er Besatzung recht schwer damit. Dieses Boot kam den ganzen Abend nie richtig auf Touren, trotzdem einer dieser vier bereits 2 Wochen Kanuerfahrung aufzuweisen vermochte und trotzdem, dass alle möglichen Ruderkombinationen ausprobiert wurden (Hans mit Bernhard, Alex mit Stefan, Hans mit Alex, Stefan mit Bernhard, usw). So ruderte man mehr oder weniger im Zick-Zack von einer Uferseite zur anderen, und war dabei stets bemüht den weit hinunterhängenden Ästen der Bäume, den überall am Ufer lauernden Brennnesseln und nicht zuletzt den hervortretenden Steinen auszuweichen.

Bei einem dieser Ausweichmanöver geriet Alex kurz aus dem Gleichgewicht. Dies selbst etwas spät bemerkt, hielt er sich am nächstbesten fest. Der Nächstbeste war in diesem Fall Hans und er vermochte das Übel aber auch nicht mehr abzuwenden, sodass beide kopfüber aus dem Boote stürzten. Nach kurzer Zeit fischten wir sie wieder an Bord und wie ihr sicher bemerkt habt, war dies genau die zweite tiefere Stelle der Suhre an diesem Abend.

Im vordersten Boot nebst Koni und Erich sass Artur, mittlerweile in den Unterhosen, hatte ihn doch das selbe Schicksal ereilt wie Hans und Alex.

Auch das mittlere Boot hatte zu kämpfen. Nach und nach bemerkten nämlich dessen Insassen, das sich bald mehr Wasser im Boot statt ausserhalb befand. Das führte dazu, dass die Crew mit Dani Gloor und Stephan Schönbächler mit seinen Jungs ab dann ihr Boot dem Weg der Suhre entlang etwas spazieren führten. Die auf der Suhre Verbliebenen mussten aber bald einmal erstaunt feststellen, dass die Variante „zu Fuss“ etwa gar nicht langsamer war.

Bei all diesen Überraschungen verging auch so allmählich die Zeit und nach und nach machte sich denn auch bereits die Dunkelheit bemerkbar. Doch Staffelbach war noch in weiter Ferne.

Schliesslich beschloss man dieser äusserst lustigen „Expediton Robinson“ bei der „Grasteehri“ in Triengen ein Ende zu machen und entstieg den Booten.

Nachdem wir die PW’s nach Triengen organisiert hatten, gings mit diesen heimwärts und ich glaube jeder von uns staunte beim Duschen zu Hause nicht schlecht was an pflanzlichen Überresten und an Ungeziefer den Ablauf hinunterfloss.

 

Bernhard Hauri

 

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